Architektur & Brandschutz Büro CS
Dipl.- Ing. Christina Sternberg

 Brandschutzordnung

 

Der vorbeugende Brandschutz in Deutschland liegt im internationalen Vergleich auf hohem Niveau. Trotz des mittlerweile erreichten Sicherheitsstandards in diesem Bereich, zeigen die Erfahrungen der letzten Jahre, dass häufig das unmittelbare Verhalten der Menschen im Brandfall über den gesamten Verlauf des Brandereignisses entscheidet.
Eine betriebliche Brandschutzorganisation soll die Motivation der Mitarbeiter fördern, sich aktiv in der Brandverhütung zu engagieren. Hierzu müssen brandschutztechnische Zusammenhänge aufgezeigt und geklärt werden. Zudem muss auch die Zielgruppe in den Prozess der Minimierung des Brandrisikos eingebunden werden. Die Bereitschaft von Mitarbeitern, sich tatkräftig und konstruktiv mit dem Brandschutz und der Brandverhütung im Betrieb auseinanderzusetzen, ist erfahrungsgemäß höher, als von vielen Vorgesetzten angenommen. Dieses Potenzial sollte genutzt und durch eine praxisorientierte Brandschutzorganisation aktiviert und in den beruflichen Alltag integriert werden.
Vor dem Hintergrund zahlreicher durchgeführter Beratungen von Bauherren und Unternehmen im betrieblichen Brandschutz hat sich gezeigt, dass spezifische Probleme und Fragestellungen – unabhängig vom Betrieb bzw. Projekt – immer wieder auftreten. Unter Berücksichtigung dieser Erfahrungen und durch intensive und strukturierte Zusammenarbeit mit den verantwortlichen Personen im Betrieb, wurden mittlerweile zahlreiche individuelle Lösungsansätze erarbeitet, die sich in der alltäglichen Praxis bewährt haben.
Diese spiegeln sich in den drei Teilen der Brandschutzordnungen nieder. Teil A ist ein Standardformular, Teil B+C sind in enger Zusammenarbeit mit dem Betreiber einer baulichen Einrichtung zu erstellen.

 

 Teil A

richtet sich an alle Personen in einer baulichen Anlage und enthält allgemeine Verhaltensregeln im Brandfall.

 

 Teil B

richtet sich an alle Beschäftigten ohne besondere Brandschutzaufgaben. Hier sind, über Teil A hinausgehend, noch weitere Aufgaben wie z.B. Ordnerfunktionen und Alarmierungsfunktionen enthalten.

 

 Teil C

richtet sich an Beschäftigte mit Brandschutzaufgaben wie z.B. den Sicherheitsbeauftragten und regelt dessen Verhalten im Schadensfall.